CVID ist die englische Abkürzung für "Variables Immundefektsyndrom".
Es gibt verschiedene Arten von Antikörpern, die dem Körper helfen, sich gegen Krankheiten zur Wehr zu setzen. Bei Menschen mit CVID fehlen bestimmte Arten dieser Antikörper ganz, so dass der Körper der jeweiligen Krankheit nahezu ausgeliefert ist. Die einzige Möglichkeit, diesen Patienten zu helfen, sind Infusionen mit Immunglobulinen. Diese Infusionen finden -je nach Gesundheitsstand- zwischen alle 2 bis alle 6 Wochen statt. Gisi bekommt momentan alle 3 Wochen 3 Infusionen. Meistens vertägt sie sich nicht so gut, sie bekommt oft starke Gliederschmerzen und kann sich 2-3 Tage kaum bewegen. Laut Aussage des Arztes kommt das allerdings nicht so häufig vor. Nur, was nutzt es einem, wenn man eben einer der wenigen ist, die damit Probleme haben?
Es kommt trotzdem vor, dass Gisi trotzdem eine Erkältung oder ähnliches bekommt. Dann muss sie abwägen, ob sie gleich Antibiotika nimmt, um ein mögliches Übel klein zu halten, oder ob sie es erst einmal so probieren will. Das ist jedesmal ein schwierige Frage. Soll man bei einem Wespenstich was nehmen oder nicht? Was kann schlimmstenfalls passieren? Könnte sich dieser Husten wieder in eine Lungenentzündung entwickeln, wenn ich jetzt keine Antibiose nehme? Ist es doch viral? Werde ich gut damit umgehen können?
Jeder Kollege, jeder Freund, das eigene Kind (ich sag nur Krankheitstümpel Kita...;)) kann eine potentielle Ansteckungsgefahr bieten. Nur, wenn wir darüber die ganze Zeit nachdenken, dann bleibt das Leben ganz auf der Strecke. Es reicht, sich im Akutfall damit auseinanderzusetzen, also alle paar Wochen...
CVID ist übrigens eine relativ seltene Krankheit, man schätzt, dass in Deutschland 800-3.000 Menschen daran erkrankt sind.
Vieles schreibe ich aus eigener Erfahrung, hier sind auch einige meiner Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Variables_Immundefektsyndrom
Bald kommt mehr. :)
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